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    Warum eine private Altersvorsorge für Mediziner?

    Warum das Versorgungswerk allein nicht reicht

    Als Ärztin oder Arzt bist du in der Regel Pflichtmitglied im berufsständischen Versorgungswerk deiner Ärztekammer und wirst auf Antrag von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit. Damit ist deine Altersversorgung dem Grunde nach geregelt und genau das führt dazu, dass viele Medizinerinnen und Mediziner das Thema für abgeschlossen halten. Die Ärzteversorgung ist eine solide Basis. Sie ist aber keine Vollversorgung, und ihre Leistung ist keine feste Größe, auf die du dich ohne eigene Rechnung verlassen solltest.

    Versorgungswerke arbeiten kapitalgedeckt. Wie hoch deine spätere Rente ausfällt, hängt davon ab, wie viel und wie lange du eingezahlt hast und zu welchen Rechnungsgrundlagen. Wer heute Anwartschaften erwirbt, tut das zu anderen Bedingungen als jemand, der vor zwanzig Jahren begonnen hat. Dazu kommen die Lücken in fast jeder ärztlichen Beitragsbiografie: Studium, Praktisches Jahr, Elternzeit, Teilzeit, Forschungsaufenthalte oder Stationen im Ausland. Wer erst mit Ende zwanzig oder Anfang dreißig voll einzahlt, sammelt schlicht weniger Beitragsjahre als ein Berufseinsteiger in einem anderen akademischen Beruf, bei gleichzeitig deutlich höherem Einkommen in der aktiven Phase.

    Entscheidend ist der Abstand zwischen deinem gewohnten Nettoeinkommen und dem, was im Ruhestand monatlich tatsächlich ankommt. Dieser Abstand ist deine Rentenlücke. Bei Ärztinnen und Ärzten fällt sie oft größer aus als vermutet, weil das Einkommensniveau im Berufsleben hoch ist und die Versorgungswerksrente prozentual dahinter zurückbleibt. Eine private Rentenversicherung setzt genau hier an. Sie ergänzt das Versorgungswerk um eine planbare, lebenslange Zusatzrente, deren Höhe, Beginn und Ausgestaltung du selbst bestimmst und sichert damit das Risiko ab, dass eigenes Kapital vor dem Lebensende aufgebraucht wäre.

     

    Ausgangssituation

    Du verdienst gut, hast aber wenig Zeit und darin liegt der Kern des Problems. Dein Berufsalltag ist voll: Dienste, OP-Plan, Dokumentation, Weiterbildung, Fallbesprechungen, Fortbildungspunkte. Vorsorgethemen landen zuverlässig auf dem Stapel „später". Gleichzeitig läuft die für den Vermögensaufbau wichtigste Ressource ab, ohne dass es auffällt: Zeit. Wer mit dreißig beginnt, braucht für dieselbe monatliche Zusatzrente deutlich weniger Beitrag als jemand, der mit fünfundvierzig anfängt, nicht, weil das Produkt besser wäre, sondern weil die Ansparphase länger ist und Zinseszins über zwei Jahrzehnte anders wirkt als über eines.

    Hinzu kommt eine Besonderheit deines Berufsbildes: Dein Einkommen steigt in Sprüngen. Von der Assistenzarztstelle zur Facharztanerkennung, vom Facharzt in die Oberarztfunktion, aus der Klinik in die Niederlassung. Mit jedem Sprung wächst der Lebensstandard, den du im Alter halten möchtest und damit die Lücke, die es zu schließen gilt. Wer seine Altersvorsorge einmal abschließt und dann nicht mehr anfasst, sichert am Ende das Einkommen des Assistenzarztes ab, nicht das des Oberarztes.

    Und schließlich stellt sich die Frage, welcher Weg für dich der richtige ist. Beiträge in eine Basisrente wirken sich sofort steuerlich aus, binden das Kapital aber dauerhaft. Eine private Rentenversicherung der dritten Schicht ist flexibler und vererbbar, arbeitet dafür ohne Sonderausgabenabzug. Ein ETF-Sparplan ist am beweglichsten und meist am günstigsten, liefert aber keine garantierte lebenslange Zahlung. Diese drei Wege gegeneinander abzuwägen, ist keine Produktfrage, es ist eine Frage deiner Steuerlast, deiner Liquidität und deiner Lebensplanung.

    Fakten zur Rentenversicherung für Ärzte

    28 von 100 Ärzten befürchten, mit ihrer derzeitigen Vorsorge den Lebensstandard im Alter senken zu müssen.

    75 von 100 Heilberuflern sind bei der privaten Altersvorsorge nicht bereit, Risiken einzugehen.

    44 von 100 niedergelassenen Ärzten haben den Erlös aus dem Praxisverkauf fest in ihre Altersvorsorge eingeplant – zugleich rechnen 56 von 100 mit einer schwierigen Nachfolgesuche.

    Genervte Frau mit Tablet
    BU-Versicherung für Mediziner

    Problem

    Der häufigste Fehler ist nicht die falsche Produktwahl, sondern die fehlende Rechnung. Viele Ärztinnen und Ärzte kennen ihre voraussichtliche Rente aus dem Versorgungswerk nur ungefähr, haben die jährliche Renteninformation nie mit ihrem heutigen Nettoeinkommen verglichen und wissen nicht, wie viel steuerlicher Spielraum nach den Pflichtbeiträgen überhaupt noch übrig ist. Ohne diese drei Zahlen ist jede Produktentscheidung geraten.

    Der zweite Fehler ist die Verwechslung von Steuervorteil und Rendite. Die Basisrente senkt deine Steuerlast im Einzahlungsjahr spürbar, gerade bei einem hohen Grenzsteuersatz. Das ist ihr Reiz. Sie bindet das Kapital aber bis mindestens zum 62. Lebensjahr, ist nicht kündbar, nicht beleihbar, nicht frei vererbbar und wird in der Auszahlungsphase nachgelagert besteuert. Wer die Steuerersparnis isoliert betrachtet und die Kapitalbindung ausblendet, entscheidet sich für ein Produkt, das ihm in einer Phase mit hohem Liquiditätsbedarf im Weg steht, etwa bei Praxisgründung, Immobilienfinanzierung oder Familienplanung.

    Der dritte Fehler liegt in den Kosten. Zwischen zwei Verträgen mit identischer Beitragshöhe können am Ende der Ansparphase erhebliche Unterschiede stehen, ausgelöst durch Abschluss- und Verwaltungskosten, Fondskosten und den garantierten Rentenfaktor. Die Effektivkosten zeigen, wie stark diese Belastungen die jährliche Rendite mindern; der Rentenfaktor entscheidet, wie viel monatliche Rente je 10.000 Euro Kapital am Ende überhaupt ausgezahlt wird. Beides steht im Vertrag und wird beim Abschluss selten hinterfragt.

    Und schließlich: Ein einmal abgeschlossener Vertrag ohne Anpassungsmechanik wächst nicht mit. Wer über zwanzig Jahre vom Assistenzarztgehalt zur Oberarztvergütung aufsteigt, ohne seine private Altersvorsorge nachzuziehen, hat am Ende einen Vertrag, der zu einem Leben passt, das er längst nicht mehr führt.

    • Die private Altersvorsorge leicht und verständlich erklärt
    • Wichtige Tipps und Ratschläge für Ärzte und Mediziner
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    Wichtige Versicherungen

    Berufe

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    RentenversicherungTierärzte
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    Lösung

    Private Rentenversicherung für Mediziner als Lösung

    Deine Rentenlücke planbar schließen

    Eine private Rentenversicherung ersetzt für Ärztinnen und Ärzte nicht das Versorgungswerk, sondern ergänzt es. Sie erfüllt genau die Aufgabe, die eine kollektive Pflichtversorgung nicht erfüllen kann und ist auf dein Einkommen, deine Familiensituation und deinen geplanten Ruhestandszeitpunkt zugeschnitten und zahlt eine lebenslange Rente, unabhängig davon, wie alt du wirst. Damit übernimmt sie das Langlebigkeitsrisiko, das sonst bei jeder Form der freien Kapitalanlage bei dir selbst überlassen bleibt.

    Für die Umsetzung deiner Altersvorsorge stehen dir im Wesentlichen drei Wege offen, die sich nicht ausschließen, sondern kombinieren lassen. Die Basisrente der ersten Schicht, häufig Rürup-Rente genannt, bringt den Sonderausgabenabzug und wirkt bei hohem Grenzsteuersatz sofort; im Gegenzug ist das Kapital gebunden und die Auszahlung erfolgt zwingend als lebenslange Rente. Die private Rentenversicherung der dritten Schicht verzichtet auf den Abzug in der Ansparphase und bietet dafür Kapitalwahlrecht, freie Vererbbarkeit und eine günstige Besteuerung, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre läuft und frühestens mit 62 ausgezahlt wird. Ein reines Wertpapierdepot schließlich ist am flexibelsten und in der Regel am kostengünstigsten, liefert aber weder eine garantierte lebenslange Zahlung noch einen steuerlichen Vorteil während der Einzahlung. Welche Gewichtung für dich sinnvoll ist, hängt an drei Zahlen: deinem heutigen Grenzsteuersatz, deinem verbleibenden Spielraum innerhalb des Höchstbetrags und dem Anteil deines Vermögens, der frei verfügbar bleiben muss.

    OPTINVEST Ärzte unterstützt dich dabei, zuerst die Zahlen auf den Tisch zu legen und erst danach über Produkte zu sprechen. Wir werten deine Renteninformation aus dem Versorgungswerk aus, stellen sie deinem heutigen Nettoeinkommen gegenüber, berechnen deinen tatsächlich freien Sonderausgabenrahmen und zeigen dir, welcher Beitrag heute nötig ist, um eine bestimmte Zusatzrente zu erreichen. Auf dieser Grundlage vergleichen wir Tarife nach Effektivkosten und garantiertem Rentenfaktor, nicht nach Hochrechnungen, die niemand garantieren kann. So entsteht eine private Altersvorsorge, die zu deinem Fachgebiet, deinem Karriereweg und deinen persönlichen Zielen passt.

    Frau schaut freudig aufs Smartphone

    Versorgungswerk, Basisrente und private Rentenversicherung im Vergleich

    Die drei Bausteine deiner Altersversorgung im Überblick

    Ärztinnen und Ärzte bauen ihre Altersversorgung in der Regel aus mehreren Bausteinen auf. Dazu gehören das ärztliche Versorgungswerk als Pflichtversorgung, die Basisrente der ersten Schicht und die private Rentenversicherung der dritten Schicht. Die drei Möglichkeiten unterscheiden sich vor allem bei Steuerwirkung, Verfügbarkeit, Auszahlungsform, Vererbbarkeit und Kosten.

     

    KriteriumÄrztliches VersorgungswerkBasisrente (Rürup)Private Rentenversicherung
    Schicht1, Basisversorgung1, Basisversorgung3, private Vorsorge im Versicherungsmantel
    TeilnahmePflicht über die Kammerfreiwilligfreiwillig
    Steuer in der AnsparphaseBeiträge absetzbar bis Höchstbetragabsetzbar, aber nur im Rahmen, den das Versorgungswerk übrig lässtkein Sonderausgabenabzug
    Höchstbetrag 2026zählt auf 30.826 € / 61.652 € anteilt sich den Betrag mit dem Versorgungswerknicht begrenzt
    Steuer in der Auszahlungnachgelagertnachgelagert, bei Rentenbeginn 2026 zu 84 %Ertragsanteil bei Rente; halber Ertrag bei Kapital ab 12 Jahren und Alter 62
    Auszahlungsformlebenslange Renteausschließlich lebenslange RenteRente oder Kapital (Kapitalwahlrecht)
    Verfügbarkeit vorherkeinekeine, nicht kündbar und nicht beleihbareingeschränkt, Entnahmen je nach Tarif
    Vererbbarkeitnur nach Satzung (Hinterbliebene)nur über Zusatzbaustein gegen Beitragfrei vererbbar
    Langlebigkeitsrisikoabgesichertabgesichertabgesichert
    Kostenniveaukollektiv, nicht wählbartarifabhängig, über Effektivkosten vergleichbartarifabhängig, über Effektivkosten vergleichbar
    Anpassbar an Karrieresprüngebegrenzt (Satzung)Zuzahlung und Sonderzahlung möglichZuzahlung, Dynamik, Beitragsfreistellung
    Passt besonders beiallen approbierten Ärzten als Basishohem Grenzsteuersatz und freiem RahmenBedarf an lebenslanger Rente mit Flexibilität

    Die wichtigsten Fakten zur privaten Rentenversicherung für Ärzte

    Vorsorge passend zu Karriere und Einkommen

    Persönliche Beratung

    • Neutrale, auf Ärzte spezialisierte Beratung inklusive Versorgungswerk
    • Individuelles Vorsorgekonzept statt Produktempfehlung von der Stange
    • Begleitung von der Analyse über den Abschluss bis in die Rentenphase

    Statt einfach irgendeine private Rentenversicherung abzuschließen, lohnt sich für Ärztinnen und Ärzte der genaue Blick auf die eigene Ausgangslage. Dein Fachgebiet, deine Karrierephase und dein Versorgungswerk machen einen erheblichen Unterschied, ob du noch im Studium bist, im Praktischen Jahr steckst, als Assistenzarzt beginnst oder bereits als Fachärztin, Oberarzt oder Praxisinhaberin arbeitest. In einer persönlichen und neutralen Beratung sortieren wir diese Faktoren, legen eine realistische Zielrente fest und klären, welcher Anteil davon über die Basisrente und welcher über eine flexible Schicht-3-Lösung aufgebaut werden sollte. Wenn du dich früh und strukturiert kümmerst, bleibt deine Altersvorsorge über Jahrzehnte anpassbar, statt einmal abgeschlossen und dann vergessen.

    Designelement | OPTINVEST Beamte

    Merkmal 1 / 8

    Versorgungswerk und Rentenlücke

    • Auswertung deiner Anwartschaft aus dem ärztlichen Versorgungswerk
    • Gegenüberstellung zum heutigen Nettoeinkommen
    • Konkrete Zahl statt Bauchgefühl, so groß ist deine Rentenlücke

    Viele Ärztinnen und Ärzte verlassen sich auf ihr Versorgungswerk, ohne die jährliche Renteninformation je gegen das eigene Nettoeinkommen gerechnet zu haben. Genau das ist der erste Schritt. Wir nehmen deine ausgewiesene Anwartschaft, berücksichtigen die Jahre, die dir durch Studium, Elternzeit, Teilzeit oder Auslandsstationen fehlen, und stellen das Ergebnis dem Betrag gegenüber, den du im Ruhestand monatlich brauchen wirst. Die Differenz ist deine Rentenlücke, und sie ist bei ärztlichem Einkommensniveau meist deutlich größer als erwartet, weil die Versorgungswerksrente prozentual hinter dem letzten Nettoeinkommen zurückbleibt. Erst wenn diese Zahl steht, lässt sich sinnvoll über Beiträge und Produkte sprechen.

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    Merkmal 2 / 8

    Steuerlicher Spielraum richtig berechnen

    • Höchstbetrag 2026, 30.826 Euro ledig, 61.652 Euro zusammenveranlagt
    • Beiträge ins Versorgungswerk werden angerechnet und schmälern den Rahmen
    • Wir berechnen, was für eine Basisrente tatsächlich übrig bleibt

    Hier unterscheidet sich deine Situation grundlegend von der eines Selbstständigen ohne Pflichtversorgung. Der Höchstbetrag für Altersvorsorgeaufwendungen gilt für die gesamte erste Schicht, und dazu gehören deine Pflichtbeiträge ins berufsständische Versorgungswerk. Wer als Ärztin oder Arzt bereits einen erheblichen Teil des Rahmens über das Versorgungswerk ausschöpft, kann nur den Rest über eine Rürup-Rente steuerwirksam nutzen. Genau diese Rechnung wird in Standardberatungen häufig übersprungen, mit der Folge, dass Beiträge eingezahlt werden, die steuerlich verpuffen. Wir ermitteln deinen tatsächlich freien Betrag, bevor wir über eine Basisrente sprechen, und prüfen, ob eine Sonderzahlung zum Jahresende den verbleibenden Rahmen sinnvoll ausfüllt.

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    Merkmal 3 / 8

    Basisrente oder private Rentenversicherung

    • Basisrente, Steuervorteil heute, Kapitalbindung bis mindestens 62
    • Private Rentenversicherung, flexibel, vererbbar, mit Kapitalwahlrecht
    • Meist ist die Kombination sinnvoller als die Entscheidung für einen Weg

    Die Frage lautet selten „entweder oder", sondern „in welchem Verhältnis". Die Basisrente entfaltet ihren Vorteil, wenn dein Grenzsteuersatz heute hoch ist und im Ruhestand voraussichtlich niedriger liegt. Dafür ist das Kapital dauerhaft gebunden und die Auszahlung als lebenslange Rente vorgegeben. Die private Rentenversicherung der dritten Schicht verzichtet auf den Sofortabzug, lässt dir aber die Wahl zwischen Rente und Kapitalauszahlung, ist frei vererbbar und bleibt in Phasen mit hohem Liquiditätsbedarf beweglich. In der Praxis führt das bei Ärztinnen und Ärzten häufig zu einer Aufteilung. Der freie Sonderausgabenrahmen in die Basisrente, alles darüber hinaus in einen flexiblen Baustein. Wie die Gewichtung im Einzelfall aussieht, ergibt sich aus deiner Steuerlast und deiner Planung für die nächsten zehn Jahre.

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    Merkmal 4 / 8

    Kosten, Rentenfaktor und Anlageform

    • Effektivkosten zeigen, wie stark Kosten die jährliche Rendite mindern
    • Der garantierte Rentenfaktor bestimmt die Auszahlung je 10.000 Euro Kapital
    • Fondsgebunden, klassisch oder hybrid, passend zu Laufzeit und Risikoneigung

    Zwei Verträge mit gleichem Beitrag und gleicher Laufzeit können am Ende sehr unterschiedliche Renten auszahlen. Verantwortlich sind zwei Kennzahlen, die im Vertrag stehen, aber selten verglichen werden. Die Effektivkosten fassen Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten in einer Zahl zusammen und zeigen, um wie viel Prozentpunkte pro Jahr sie die Wertentwicklung mindern. Der garantierte Rentenfaktor legt fest, wie viel monatliche Rente je 10.000 Euro Vertragsguthaben mindestens gezahlt wird, und entscheidet damit über deine Auszahlung, unabhängig davon, wie gut sich das Kapital entwickelt hat. Dazu kommt die Wahl der Anlageform. Eine fondsgebundene Rentenversicherung bietet höhere Renditechancen bei schwankendem Verlauf, klassische und hybride Tarife stellen Sicherheit voran. Wir vergleichen Tarife entlang dieser Kennzahlen, nicht entlang von Hochrechnungen.

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    Merkmal 5 / 8

    Flexibilität in der ärztlichen Karriere

    • Beitragsfreistellung, Zuzahlung und Dynamik für unstete Einkommensphasen
    • Anpassung bei Facharztanerkennung, Niederlassung oder Teilzeit
    • Sonderzahlungen zum Jahresende gezielt für die Steuerwirkung nutzen

    Eine ärztliche Laufbahn verläuft selten gleichförmig. Auf Jahre mit hohem Einkommen folgen Phasen mit Elternzeit, Forschungsaufenthalt, reduzierter Stelle oder hoher Investitionslast bei der Praxisgründung. Ein Vorsorgevertrag muss diese Schwankungen aushalten, ohne dass du ihn kündigen musst. Wichtig sind deshalb Regelungen zur Beitragsfreistellung und Wiederinkraftsetzung, die Möglichkeit zu Zuzahlungen in guten Jahren und eine Dynamik, die den Beitrag automatisch mitwachsen lässt. Gerade die Sonderzahlung zum Jahresende ist für Ärztinnen und Ärzte ein wirksames Instrument. Wenn feststeht, wie hoch das Einkommen ausfällt, lässt sich der verbleibende steuerliche Rahmen gezielt ausfüllen. Wir achten bei der Tarifauswahl darauf, dass diese Optionen vertraglich zugesichert sind und nicht im Ermessen des Versicherers stehen.

    Merkmal 6 / 8

    Niederlassung, Praxis und Familie

    • Der Praxiswert ist kein verlässlicher Baustein der Altersvorsorge
    • Trennung von betrieblichem und privatem Vermögen von Anfang an
    • Hinterbliebenenschutz und Bezugsrecht bewusst gestalten

    Wer eine eigene Praxis führt oder eine Niederlassung plant, rechnet den Praxiswert häufig als Teil der Altersvorsorge mit. Das ist riskant, was eine Praxis beim Verkauf tatsächlich einbringt, hängt von Standort, Fachgebiet, Nachfolgersituation und dem Zeitpunkt der Abgabe ab, also von Faktoren, die du nur begrenzt steuern kannst. Eine private Rentenversicherung erfüllt hier eine andere Funktion. Sie liefert eine feste, planbare Größe unabhängig vom Praxiswert und trennt betriebliches von privatem Vermögen. Ebenso wichtig ist die Gestaltung für den Fall, dass du früher stirbst als geplant. Bezugsrecht, Rentengarantiezeit und Hinterbliebenenschutz entscheiden, ob Kapital an deine Familie fließt oder im Kollektiv verbleibt. Bei einer Basisrente gelten hier engere Regeln als bei einem Schicht-3-Vertrag. Wir gestalten beides bewusst und nicht per Vorgabe.

    Merkmal 7 / 8

    Auszahlungsphase und Besteuerung

    • Basisrente, bei Rentenbeginn 2026 sind 84 Prozent der Rente steuerpflichtig
    • Schicht 3, begünstigte Besteuerung bei zwölf Jahren Laufzeit und Auszahlung ab 62
    • Rentenbeginn, Kapitalwahl und Steuerlast im Ruhestand vorab durchrechnen

    Die Steuer endet nicht mit dem Sonderausgabenabzug, sie kommt in der Auszahlungsphase zurück. Bei der Basisrente wird die spätere Rente nachgelagert besteuert; der steuerpflichtige Anteil richtet sich nach deinem Jahr des Rentenbeginns und steigt für spätere Jahrgänge weiter an. Bei einer privaten Rentenversicherung der dritten Schicht ist die Belastung geringer. Entscheidest du dich für die lebenslange Rente, wird nur der Ertragsanteil besteuert, dessen Höhe vom Alter bei Rentenbeginn abhängt. Wählst du stattdessen die Kapitalauszahlung und hat der Vertrag mindestens zwölf Jahre bestanden und du bist mindestens 62, ist nur die Hälfte des Ertrags steuerpflichtig. Bei fondsgebundenen Verträgen kommt eine Teilfreistellung hinzu. Weil deine Steuerlast im Ruhestand von deinen übrigen Einkünften abhängt, von Versorgungswerksrente, Mieteinnahmen und Kapitalerträgen, rechnen wir die Auszahlungsphase gemeinsam mit dir durch, bevor der Vertrag beginnt.

    Merkmal 8 / 8

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    Versicherungen

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    Marvin Noltemeier

    Autor:Marvin Noltemeier

    Erstellt am:06. August 2026

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    Feedback unserer Kunden zu unserer Beratung

    Das sagen unsere Kunden über OPTINVEST

    Von Google

    15.09.2026

    T. B

    Top Beratung und absolute Empfehlung! Ich starte jetzt ins Referendariat und hatte aufgrund meines Gesundheitszustands zunächst große Schwierigkeiten, eine passende private Krankenversicherung zu finden. Zuvor hatte ich bereits mehrere Ablehnungen erhalten und war ehrlich gesagt ziemlich unsicher, ob eine Aufnahme überhaupt noch möglich ist. Dann wurde mir Timo empfohlen mit dem Hinweis, dass er auch scheinbar Unmögliches möglich macht. Und genau das hat sich bewahrheitet. Timo hat sich sehr viel Zeit genommen, alles ausführlich und verständlich erklärt und es letztendlich geschafft, dass ich doch noch von einer Versicherung aufgenommen wurde. Vielen Dank für die tolle Unterstützung und die kompetente Beratung – klare Empfehlung!

    Von Google

    11.09.2026

    Lena Tettenborn

    Ich war sehr zufrieden mit der Beratung bei Timo Ulbricht. Die Gespräche waren immer sehr sympathisch und hilfreich. Wer auf der suche nach einer seriösen und nicht aufdringlichen Beratung ist, ist hier meiner Meinung nach richtig!

    Von Google

    08.09.2026

    Orsolya Anita Jonas

    Timo hat mich beim Abschluss meiner privaten Krankenversicherung hervorragend unterstützt. Ich kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen! Er arbeitet äußerst professionell und holt umfassend und sorgfältig verschiedene Angebote ein, sodass man einen sehr guten Überblick über die verfügbaren Möglichkeiten erhält. Besonders positiv fand ich, dass er alles klar, transparent und verständlich erklärt – auch für Menschen, die sich mit Versicherungen nicht besonders gut auskennen. Ich habe mich während des gesamten Prozesses sehr gut beraten und betreut gefühlt. Vielen Dank für die kompetente und professionelle Unterstützung!

    Von Google

    08.09.2026

    Natalia Chwila

    Ich war bei der Wahl meiner privaten Krankenversicherung zunächst sehr unsicher und konnte mich einfach nicht entscheiden. Kathrin Wittfeld hat mich in dieser Entscheidung kompetent, geduldig und verständlich unterstützt. Sie ist ganz individuell auf meine persönliche Situation und meine Wünsche eingegangen und hat mir zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gegeben, dass mir etwas aufgeschwatzt wird. Stattdessen wurden mir die verschiedenen Möglichkeiten sowie deren Vor- und Nachteile transparent erklärt. Dank ihrer ausführlichen und vertrauensvollen Beratung konnte ich schließlich die PKV finden, die zu mir passt. Ich habe mich bei Kathrin jederzeit bestens aufgehoben gefühlt und kann sie und Optinvest uneingeschränkt weiterempfehlen. Vielen Dank für die tolle Unterstützung!

    Von Google

    08.09.2026

    Luca

    Ich bin sehr zufrieden mit der Beratung und Betreuung von Timo Ulbricht. Von Anfang an wurde sich viel Zeit genommen, um auf meine persönliche Situation und meine Wünsche einzugehen. Die Beratung war kompetent, verständlich und vor allem transparent – es wurde nichts unnötig aufgeschwatzt. Besonders positiv fand ich, dass verschiedene Möglichkeiten und Angebote miteinander verglichen und verständlich erklärt wurden. Auch bei Rückfragen war die Kommunikation schnell und unkompliziert. Ich fühle mich sehr gut aufgehoben und kann den Versicherungsmakler definitiv weiterempfehlen. Vielen Dank für die tolle Beratung!

    Von Google

    07.09.2026

    Janine K

    Im Rahmen meiner bevorstehenden Verbeamtung war ich auf der Suche nach einer passenden PKV und bin dabei auf Optinvest aufmerksam geworden. Von Anfang an habe ich mich bei Kevin sehr gut aufgehoben und vor allem auf Augenhöhe beraten gefühlt. Er ist auf meine Wünsche und Fragen eingegangen, hat mir alles verständlich erklärt und mir nie das Gefühl gegeben, dass mir etwas „aufgedrängt“ werden soll. Auch der gesamte Ablauf war super unkompliziert. Durch die automatischen Einladungen per Mail und WhatsApp sowie die App, über die ich den aktuellen Stand jederzeit einsehen konnte, war ich immer gut informiert. Ich bin sehr zufrieden mit der Beratung und Betreuung und würde Optinvest bzw. Kevin jederzeit weiterempfehlen. Vielen Dank für die tolle Unterstützung!

    Von Google

    04.09.2026

    Nele Kirschner

    Ich habe mich als künftige Beamtenanwärterin von Sebastian Koch vor allem zum Thema Private Krankenversicherung beraten lassen und war wirklich sehr zufrieden. Die Beratung war ausführlich, verständlich und es wurde auf alle meine Fragen und Wünsche eingegangen. Am Ende wurde genau das Ergebnis erreicht, das ich mir vorgestellt hatte. Auch die anschließende Beantragung hat technisch problemlos und unkompliziert funktioniert. Insgesamt eine super Beratung - kompetent, freundlich und absolut empfehlenswert!

    Von Google

    04.09.2026

    Letizia Da Cuna Silva

    Ich bin mit der Beratung und dem gesamten Service von OPTINVEST sehr zufrieden. Von Anfang an wurde ich freundlich, kompetent und ausführlich beraten. Alle meine Fragen wurden verständlich beantwortet und es wurde sich ausreichend Zeit genommen, auf meine persönliche Situation und meine Wünsche einzugehen. Besonders positiv fand ich die angenehme und vertrauensvolle Atmosphäre. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, zu etwas gedrängt zu werden, sondern wurde transparent über die verschiedenen Möglichkeiten und deren Vor- und Nachteile informiert. Insgesamt kann ich OPTINVEST definitiv weiterempfehlen und bin sehr froh, mich für die Beratung entschieden zu haben. Vielen Dank für den tollen Service!

    Von Google

    03.09.2026

    diaeitsch

    Das Team von Optinvest hat meiner Freundin zu einer privaten Krankenversicherung verholfen, nachdem sie zuvor von einer Versicherung abgelehnt wurde. Kathrin war unsere Ansprechpartnerin. Während des Prozesses wurden wir per bekanntem Messenger stets auf dem Laufenden gehalten. Unkompliziert, professionell, freundlich. Ebenfalls bei dem persönlichen Treffen in Essen.

    Von Google

    02.09.2026

    diaeitsch

    Das Team von Optinvest hat meiner Freundin zu einer privaten Krankenversicherung verholfen, nachdem sie zuvor von einer Versicherung abgelehnt wurde. Kathrin war unsere Ansprechpartnerin. Während des Prozesses wurden wir per bekanntem Messenger stets auf dem Laufenden gehalten. Unkompliziert, professionell, freundlich. Ebenfalls bei dem persönlichen Treffen in Essen.
    Sehr gut bewertet | OPTINVEST Beamte

    Alles was du zur privaten Rentenversicherung für Ärzte wissen musst

    Fragen und Antworten

    Rund um die Altersvorsorge für Ärztinnen und Ärzte tauchen immer wieder dieselben Fragen auf: Wie groß ist die Rentenlücke neben dem Versorgungswerk tatsächlich, lohnt sich eine Rürup-Rente trotz der Pflichtbeiträge, und was unterscheidet die Basisrente von einer privaten Rentenversicherung der dritten Schicht? Die folgenden Antworten ordnen die wichtigsten Punkte ein, von der Berechnung deiner Versorgungslücke über Rentenfaktor und Effektivkosten bis zur Besteuerung im Ruhestand. Wenn deine Frage nicht dabei ist, beantworten wir sie gern im persönlichen Gespräch.

    Wie berechne ich meine Rentenlücke als Arzt?

    Deine Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem Nettobetrag, den du im Ruhestand monatlich brauchst, und der Summe aller Renten, die dir dann tatsächlich zufließen. Die Rechnung erfolgt in drei Schritten. Erstens: Nimm deine aktuelle Renteninformation des Versorgungswerks und lies die voraussichtliche Altersrente ab. Beachte dabei, dass dieser Wert eine Hochrechnung ist und auf Annahmen beruht. Zweitens: Zieh davon Steuern und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab, denn ausgewiesen wird ein Bruttobetrag. Drittens: Setze diesem Nettobetrag dein Zielniveau entgegen. Als Faustwert werden häufig 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens genannt; bei ärztlichem Einkommensniveau ist dieser Prozentsatz aber weniger aussagekräftig als eine echte Aufstellung deiner laufenden Kosten im Ruhestand. Rechne deshalb konkret: Wohnkosten, Versicherungen, Lebenshaltung, Mobilität, geplante Reisen, Unterstützung für Kinder. Die Differenz zwischen Zielbetrag und tatsächlicher Rente ist die Lücke, die deine private Altersvorsorge schließen muss. Wichtig ist ein weiterer Schritt, der oft fehlt: Rechne die Inflation mit. Eine Lücke von 1.500 Euro heute entspricht in zwanzig Jahren einem deutlich höheren Betrag. Wir übernehmen diese Rechnung im Vorsorgecheck und zeigen dir das Ergebnis in heutiger Kaufkraft.

    Wie wird eine private Rentenversicherung besteuert?

    Die Besteuerung hängt davon ab, ob du dich für eine lebenslange Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung entscheidest, und in welcher Schicht der Vertrag liegt. Bei einer privaten Rentenversicherung der dritten Schicht mit lebenslanger Rentenzahlung wird nur der sogenannte Ertragsanteil besteuert. Dessen Höhe richtet sich nach deinem Alter bei Rentenbeginn: Je später du in Rente gehst, desto kleiner ist der steuerpflichtige Anteil. Entscheidest du dich stattdessen für die Kapitalauszahlung, greift die Halbeinkünfteregelung, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre bestanden hat und du bei Auszahlung mindestens 62 Jahre alt bist: Dann ist nur die Hälfte des Ertrags, also der Differenz zwischen Auszahlung und eingezahlten Beiträgen, mit deinem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Bei fondsgebundenen Verträgen kommt zusätzlich eine Teilfreistellung auf die Erträge in Betracht, wenn der Aktienanteil ausreichend hoch ist. Anders funktioniert die Basisrente der ersten Schicht: Sie wird nachgelagert besteuert, das heißt, der ganz überwiegende Teil der Rente ist steuerpflichtig, dafür waren die Beiträge in der Ansparphase abziehbar. Für dich als Ärztin oder Arzt ist entscheidend, wie hoch dein Steuersatz im Ruhestand voraussichtlich sein wird, und der hängt maßgeblich davon ab, wie viel Versorgungswerksrente und weitere Einkünfte parallel fließen.

    Lohnt sich die Rürup-Rente für Ärzte?

    Sie lohnt sich dann, wenn nach den Pflichtbeiträgen zum Versorgungswerk noch nennenswerter steuerlicher Spielraum frei ist und dein Grenzsteuersatz heute deutlich über dem liegt, den du im Ruhestand erwartest. Genau darin liegt der Unterschied zu einem Selbstständigen ohne Pflichtversorgung: Der Höchstbetrag für Altersvorsorgeaufwendungen gilt für die gesamte erste Schicht, und deine Beiträge ins berufsständische Versorgungswerk zählen darauf an. Wer als angestellter Arzt oder Ärztin bereits einen großen Teil des Rahmens ausschöpft, kann nur den Rest steuerwirksam in eine Rürup-Rente einzahlen. Alles darüber hinaus verpufft steuerlich und lässt sich nicht ins Folgejahr übertragen. Bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten oder in Jahren mit hohen Sonderzahlungen sieht die Rechnung oft anders aus. Zu bedenken ist außerdem, was du im Gegenzug aufgibst: Das Kapital ist bis mindestens zum 62. Lebensjahr gebunden, der Vertrag lässt sich nicht kündigen und nicht beleihen, eine Kapitalauszahlung ist ausgeschlossen und die Vererbbarkeit ist nur eingeschränkt und gegen Beitrag darstellbar. Für Ärztinnen und Ärzte vor einer Praxisgründung oder Immobilienfinanzierung kann das ein echter Nachteil sein. Unsere Empfehlung lautet deshalb: erst den freien Rahmen berechnen, dann entscheiden, und den Betrag, der über den Rahmen hinausgeht, in einen flexiblen Baustein lenken.

    Was ist der Rentenfaktor und warum ist er entscheidend?

    Der Rentenfaktor gibt an, wie viel monatliche Rente dir je 10.000 Euro angespartem Vertragsguthaben ausgezahlt wird. Liegt er beispielsweise bei 28, erhältst du aus 100.000 Euro Guthaben eine monatliche Rente von 280 Euro. Er ist deshalb die vielleicht wichtigste Kennzahl im Vertrag: Zwei Verträge können über die Ansparphase exakt dasselbe Guthaben aufbauen und trotzdem sehr unterschiedliche Renten auszahlen, wenn ihre Rentenfaktoren auseinanderliegen. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen dem garantierten und dem aktuellen Rentenfaktor. Der aktuelle Faktor ist eine Momentaufnahme und kann bis zum Rentenbeginn sinken; nur der garantierte Faktor steht dir sicher zu. Weil zwischen Abschluss und Rentenbeginn bei Ärztinnen und Ärzten oft dreißig Jahre und mehr liegen, ist diese Garantie besonders wertvoll, denn in dieser Zeit können sich Zinsniveau und Lebenserwartungsannahmen deutlich verändern. Achte außerdem darauf, ob der garantierte Rentenfaktor auch für spätere Zuzahlungen und Dynamikerhöhungen gilt oder nur für den ursprünglichen Beitrag. Beim Tarifvergleich prüfen wir den garantierten Rentenfaktor gemeinsam mit den Effektivkosten, weil erst beide Zahlen zusammen ein realistisches Bild der späteren Auszahlung ergeben.

    Ist eine private Rentenversicherung für Ärzte sinnvoll?

    Sinnvoll ist sie vor allem dann, wenn du eine lebenslang planbare Zahlung brauchst und eine bestehende Grundversorgung ergänzen willst. Für Ärztinnen und Ärzte trifft beides zu. Der zentrale Vorteil gegenüber jeder freien Kapitalanlage ist die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos: Die Rente fließt weiter, auch wenn du 95 wirst und das eingezahlte Kapital rechnerisch längst aufgebraucht wäre. Wer stattdessen ausschließlich ein Depot bespart, muss im Ruhestand selbst entscheiden, wie viel er monatlich entnimmt, ohne zu wissen, wie lange das Geld reichen muss. Dazu kommen die steuerliche Begünstigung in der Auszahlungsphase und die Möglichkeit, Beiträge flexibel anzupassen. Nicht sinnvoll ist eine private Rentenversicherung, wenn du das Kapital absehbar für andere Zwecke brauchst, wenn die Kostenstruktur des Tarifs die Renditechance auffrisst oder wenn du bereits über eine sehr auskömmliche Versorgungswerksanwartschaft und zusätzliche Einkünfte verfügst. Die Entscheidung sollte deshalb nie am Produkt beginnen, sondern an deiner Rentenlücke: Steht die Zahl, lässt sich beurteilen, ob und in welcher Höhe ein Vertrag überhaupt nötig ist.

    Worauf kommt es beim Vergleich privater Rentenversicherungen für Ärzte an?

    Auf vier Kennzahlen, und ausdrücklich nicht auf die beworbene Renditeprognose. Erstens die Effektivkosten: Sie zeigen, um wie viele Prozentpunkte pro Jahr Abschluss-, Verwaltungs- und Fondskosten die Wertentwicklung mindern. Ein Unterschied von einem halben Prozentpunkt klingt klein, macht über dreißig Jahre aber einen erheblichen Teil des Endguthabens aus. Zweitens der garantierte Rentenfaktor, der über die spätere monatliche Auszahlung entscheidet. Drittens die Flexibilität: Sind Beitragsfreistellung, Wiederinkraftsetzung, Zuzahlungen und Entnahmen vertraglich zugesichert oder liegen sie im Ermessen des Versicherers? Für ärztliche Laufbahnen mit Elternzeit, Teilzeit oder Praxisgründung ist das keine Nebensache. Viertens die Fondsauswahl und die Möglichkeit zum kostenfreien Fondswechsel, wenn es sich um eine fondsgebundene Rentenversicherung handelt. Erst danach lohnt der Blick auf die Finanzstärke des Versicherers und auf Testurteile. Wichtig zu wissen: Prognostizierte Ablaufleistungen beruhen auf unterstellten Renditen und sind zwischen Anbietern nur eingeschränkt vergleichbar, die vier genannten Kennzahlen dagegen stehen fest im Vertrag.

    Was bedeutet Kapitalwahlrecht?

    Das Kapitalwahlrecht ist die vertraglich zugesicherte Möglichkeit, sich das angesparte Guthaben zum Rentenbeginn einmalig auszahlen zu lassen, statt eine lebenslange Rente zu beziehen. Es ist ein Merkmal der privaten Rentenversicherung der dritten Schicht; bei einer Basisrente besteht es nicht, dort ist die lebenslange Rentenzahlung gesetzlich vorgeschrieben. In der Regel musst du die Entscheidung nicht bei Vertragsabschluss treffen, sondern erst einige Zeit vor dem vereinbarten Rentenbeginn. Häufig sind hier Fristen von wenigen Monaten vorgesehen, die im Vertrag stehen. Für Ärztinnen und Ärzte ist das Kapitalwahlrecht aus zwei Gründen wertvoll. Zum einen ist die Kapitalauszahlung steuerlich begünstigt, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre bestanden hat und du mindestens 62 bist. Zum anderen lässt sich damit auf die Lebenssituation zum Rentenbeginn reagieren: Wer zu diesem Zeitpunkt bereits eine auskömmliche Versorgungswerksrente bezieht, braucht möglicherweise eher Kapital für eine Immobilie oder zur Unterstützung der Kinder als eine weitere monatliche Zahlung. Manche Tarife erlauben auch eine Teilkapitalisierung, also die Kombination aus Einmalbetrag und reduzierter Rente.

    Wie funktioniert ein berufsständisches Versorgungswerk?

    Ein berufsständisches Versorgungswerk ist die Pflichtversorgungseinrichtung einer verkammerten Berufsgruppe und übernimmt die Rolle, die für Angestellte anderer Berufe die gesetzliche Rentenversicherung einnimmt. Es sichert Alter, Berufsunfähigkeit und Hinterbliebene ab. Anders als die gesetzliche Rentenversicherung, die im Umlageverfahren arbeitet, sind Versorgungswerke kapitalgedeckt: Deine Beiträge werden angelegt, und aus dem angesammelten Kapital und seinen Erträgen entstehen deine Anwartschaften. Die Höhe deiner späteren Rente richtet sich nach der Summe deiner Beiträge, der Dauer der Mitgliedschaft und den Rechnungsgrundlagen, die zum Zeitpunkt der jeweiligen Einzahlung galten. Zuständig ist das Versorgungswerk der Kammer, in deren Bezirk du tätig bist; die Satzungen unterscheiden sich zwischen den Bundesländern teils deutlich, etwa bei den Voraussetzungen für eine Berufsunfähigkeitsrente oder bei den Regelungen zum vorgezogenen Rentenbeginn. Bei einem Wechsel des Kammerbezirks ist eine Überleitung der Anwartschaften möglich, aber an Fristen gebunden. Ein Blick in die Satzung deines Versorgungswerks lohnt sich deshalb, und zwar bevor du deine private Altersvorsorge planst.

    Wie funktioniert das Versorgungswerk für Ärzte?

    Für Ärztinnen und Ärzte ist die Ärzteversorgung des jeweiligen Kammerbezirks zuständig, und die Mitgliedschaft ist mit der Approbation und der Kammerzugehörigkeit in der Regel verpflichtend. Du zahlst während deines Berufslebens Pflichtbeiträge ein und erwirbst dafür Ansprüche auf Altersrente, Berufsunfähigkeitsrente und Hinterbliebenenversorgung. Als angestellte Ärztin oder angestellter Arzt wird der Beitrag üblicherweise über den Arbeitgeber abgeführt, der sich wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung an den Beiträgen beteiligt. In der Niederlassung trägst du den Beitrag selbst und kannst ihn innerhalb der satzungsmäßigen Grenzen häufig freiwillig erhöhen, um zusätzliche Anwartschaften aufzubauen. Wichtig für die Planung ist die Berufsunfähigkeitskomponente: Die meisten ärztlichen Versorgungswerke leisten erst bei vollständiger Berufsunfähigkeit und wenn die ärztliche Tätigkeit aufgegeben wird. Das ist ein Punkt, den wir auf unserer Seite zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte ausführlich behandeln. Für die Altersvorsorge gilt: Die Ärzteversorgung ist eine verlässliche Basis, aber sie ist auf ein Grundniveau ausgelegt und nicht darauf, ein ärztliches Nettoeinkommen im Ruhestand vollständig zu ersetzen.

    Was kostet eine private Rentenversicherung für Ärzte?

    Eine private Rentenversicherung hat keinen festen Preis. Du bestimmst den Beitrag, entscheidend sind die Kosten, die davon abgehen. Der Beitrag richtet sich danach, welche Zusatzrente du erreichen willst und wie viele Jahre bis zum Rentenbeginn bleiben. Wer mit dreißig beginnt, braucht für dieselbe Zielrente einen erheblich niedrigeren Monatsbeitrag als jemand, der mit fünfundvierzig einsteigt. Relevanter als die Beitragshöhe ist deshalb die Kostenquote des Tarifs. Sie setzt sich zusammen aus Abschluss- und Vertriebskosten, laufenden Verwaltungskosten, Kosten auf den Beitrag sowie, bei fondsgebundenen Verträgen, den Fondskosten. Zusammengefasst werden diese Belastungen in den Effektivkosten, die angeben, um wie viele Prozentpunkte pro Jahr die Rendite gemindert wird. Zwischen Tarifen sind hier Unterschiede von mehr als einem Prozentpunkt möglich, was über eine Laufzeit von dreißig Jahren einen erheblichen Teil des Endguthabens ausmacht. Zusätzliche Bausteine wie Hinterbliebenenschutz, Rentengarantiezeit oder eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit kosten Beitrag und sollten bewusst gewählt werden. Wir vergleichen Tarife entlang der Effektivkosten und weisen dir aus, was jeder Zusatzbaustein tatsächlich kostet.

    Wie viel kann ich als Arzt steuerlich für die Altersvorsorge absetzen?

    Absetzbar sind Beiträge zur Basisversorgung bis zum jährlichen Höchstbetrag für Altersvorsorgeaufwendungen. 2026 sind das 30.826 Euro bei Einzelveranlagung und 61.652 Euro bei Zusammenveranlagung. Entscheidend für dich ist, dass dieser Betrag nicht zusätzlich zu deinen Pflichtbeiträgen gilt, sondern sie einschließt: Deine Beiträge zum ärztlichen Versorgungswerk werden angerechnet, bei angestellten Ärztinnen und Ärzten einschließlich des Arbeitgeberanteils. Nur der Restbetrag steht dir für eine Rürup-Rente steuerwirksam zur Verfügung. Ein Beispiel zur Größenordnung: Wer im Jahr 18.000 Euro ins Versorgungswerk einzahlt, hat als Alleinstehender noch rund 12.800 Euro Spielraum für eine Basisrente. Wer darüber hinaus einzahlt, erhält für den überschießenden Teil keinen Abzug, und dieser Teil lässt sich auch nicht in das Folgejahr übertragen. Der Abzug erfolgt seit 2023 zu hundert Prozent der Beiträge bis zum Höchstbetrag. Weil der Höchstbetrag jedes Jahr neu festgelegt wird und dein Versorgungswerksbeitrag mit deinem Einkommen schwankt, sollte die Berechnung jährlich erfolgen, idealerweise gegen Jahresende, wenn sich der verbleibende Rahmen noch durch eine Sonderzahlung ausfüllen lässt.

    OPTINVEST-Empfehlung

    Dein ärztliches Versorgungswerk ist eine gute Basis, aber eben eine Basis und keine Vollversorgung. Der wichtigste Schritt ist deshalb nicht der Abschluss eines Vertrags, sondern eine ehrliche Rechnung: Wie hoch ist deine voraussichtliche Rente aus dem Versorgungswerk, wie groß ist der Abstand zu deinem heutigen Nettoeinkommen, und wie viel steuerlicher Spielraum bleibt dir nach den Pflichtbeiträgen tatsächlich noch? Wer diese drei Zahlen kennt, entscheidet begründet statt aus dem Bauch heraus. Und wer früh anfängt, erreicht dasselbe Ziel mit einem deutlich niedrigeren Beitrag. Wir rechnen das gerne gemeinsam mit dir durch, ergebnisoffen und ohne Bindung an einen Anbieter.

    Marvin Noltemeier - OPTINVEST

    Marvin Noltemeier

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